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NAR-Seminar: Demenz

19. Februar 2009, 17 - 19 Uhr, Neue Universität, Hörsaal 10

 

Johannes Schröder

 

Prof. Dr. Johannes Schröder
Sektion Gerontopsychiatrie, Universitätsklinikum Heidelberg

Symptomatik und Verlauf der Alzheimer-Demenz - Möglichkeiten der Vorbeugung und Früherkennung (Videovortrag 38 min.)

 

 

Symptomatik und Verlauf der Alzheimer-Demenzen wurden in den letzten Jahren wissenschaftlich aufgezeichnet und analysiert. Demnach handelt es sich um eine langsame Entwicklung, die offenbar nach einem langen Vorstadium in die klinische Demenz mündet. Die Ergebnisse entsprechender Untersuchungen, wie die der in Heidelberg laufenden Interdisziplinären Längsschnittstudie des Erwachsenenalters (ILSE), führen nicht nur zu einem vertieften Verständnis dementieller Erkrankungen, sondern auch zu neuen Möglichkeiten für Früherkennung und Prävention.

 

Lutz Frölich

 

Prof. Dr. Lutz Frölich
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim

Prävention und Behandlung der Alzheimer Krankheit: Gegenwart und Ausblick (Videovortrag 37 min.)

 

 

 

Die Behandlung der Alzheimer-Erkrankung (AD) erfolgt immer interdisziplinär und umfasst Information, Beratung und Aufklärung von Patienten und Angehörigen, sie muss berücksichtigen, dass die Krankheit (noch) nicht heilbar ist. Alle Behandlungsmaßnahmen (psychologische, soziale und medizinische) müssen an den fortschreitenden Verlauf der Erkrankung adaptiert werden. Neue Erkenntnisse zu Risikofaktoren der AD eröffnen erstmals die Möglichkeit, den Patienten über Präventionsstrategien zu beraten. Weiterhin werden zur Zeit mehrere neue Behandlungsansätze erprobt, die eine positive Langzeitwirkung erhoffen lassen. Aus Sicht der klinischen Forschung ergeben sich somit realistische Hoffnungen auf eine bessere Therapie in naher Zukunft.

 

Stefanie Becker

 

Dr. Stefanie Becker
Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg

Lebensqualität bei Demenz - Theorien, Befunde, Anwendungsfelder (Videovortrag 32 min.)

 

 

 

Forschungsarbeiten zeigen, dass die Erfassung zentraler Merkmale der Lebensqualität auch bei demenzkranken Menschen möglich ist – selbst dann, wenn die Demenz weit fortgeschritten ist. Allerdings ist aufgrund der reduzierten sprachlichen Kompetenz bei Demenz eine zunehmend stärkere Akzentuierung nonverbaler Ausdrucksformen notwendig, durch die wir Einblick in Affekte und Emotionen demenzkranker Menschen erhalten. – Lebensqualität beschränkt sich nicht auf das Wohlbefinden des Individuums, sondern sie umfasst auch Verhaltenskompetenz und Merkmale der räumlichen, sozialen und infrastrukturellen Umwelt. Verhaltenskompetenz ist insofern von Bedeutung, als das Individuum durch Verhaltenstechniken zur Verwirklichung spezifischer Bedürfnisse beitragen kann; Umweltmerkmale sind in der Hinsicht bedeutsam, als durch diese zur möglichst weiten Erhaltung von Selbstständigkeit und sozialer Teilhabe beigetragen wird.

Der Vortrag geht zunächst auf Konzepte von Lebensqualität ein, in denen die Interaktion zwischen Person und Umwelt im Vordergrund steht. In einem zweiten Schritt soll eine Studie des Instituts für Gerontologie expliziert werden, die Grundlage für die Entwicklung eines Instruments zur Erfassung von Lebensqualität bei demenzkranken Menschen bildet, welches bereits in der Praxis erprobt wurde. In einem dritten Schritt werden die wichtigsten Dimensionen dieses Instruments vorgestellt.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 06.11.2012
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