Tag der offenen Tür

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  • Tag der offenen Tür
    Samstag, 20. Mai 2017, 11.00-16.00 Uhr
    Netzwerk AlternsfoRschung, Bergheimer Str. 20, 69115 Heidelberg

    Mit einer Reihe von Jubiläumsveranstaltungen möchte das Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) sein 10-jähriges Bestehen feiern. Nach einem Festvortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr und Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse und einem Jubiläumskongress in der Alten Aula lädt das NAR in seine Räume in die Bergheimer Straße 20, 69115 Heidelberg ein zu einem Tag der offenen Tür. Wir sind stolz auf das Erreichte. Angefangen hat das NAR mit drei Räumen im EG, zwei im UG und der Bibliothek im 1. OG, mittlerweile ist die ganze 1. Etage hinzugekommen sowie ein Bewegungslabor im 2. OG. Über 40 Doktoranden haben erfolgreich ihre Promotion abgeschlossen, alle haben eine Anstellung gefunden, einige bereits Professuren. Zurzeit forschen 24 Doktoranden und zwei Nachwuchsgruppenleiter an Projekten, die den Menschen in seiner Gesamtheit bzw. Komplexität betrachten.
    Wir freuen uns auf Sie!        

    VORTRÄGE

    11.00 Uhr - Raum 120
    Demenz im Rückwärtsgang
    Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther
    Immer weniger Menschen erkranken an Demenz – und wenn sie erkranken, dann häufiger später. In den Industrienationen ist die Rate der Demenzerkrankungen über 65-Jähriger in den letzten zwanzig Jahren um etwa ein Viertel gesunken. Die echte Herausforderung ist es nun für uns herauszufinden, welche einzelnen Faktoren oder welche Kombination von Faktoren dafür verantwortlich sind, wie z.B. mehr Bildung, mehr Bewegung, ausreichende und ausgewogene Ernährung sowie die Senkung kardiovaskulärer Risikofaktoren.

    11.00 Uhr - Raum 014
    Medikamente im Alter: Welche Arzneimittel sollten vermieden werden?
    Clarissa Muhlack  Minipfeil Rotvideo
    Arzneimittel spielen insbesondere für ältere Menschen eine wichtige Rolle. Etwa 95% der 70- bis 79-jährigen Deutschen nehmen mindestens ein Arzneimittel ein, etwa 50% sogar fünf oder mehr Präparate. Mit dem Alter ändert sich die Konstitution des Körpers, was wiederum die Verträglichkeit von Arzneimitteln beeinflusst. Potenziell inadäquate Medikamente sind Arzneimittel, die für ältere Menschen ein unnötig hohes Risiko darstellen und wenn möglich vermieden werden sollten. In meinem Vortrag möchte ich darauf eingehen, warum einige Arzneimittel im Alter schlechter vertragen werden. Ich werde potenziell ungeeignete Arzneimittel vorstellen und über mögliche Konsequenzen ihrer Anwendung aufklären.

    11.30 Uhr - Raum 120
    Integriertes Alltagstraining: Der Alltag als Fitnessstudio
    Dr. Michael Schwenk

    Nur ein geringer Teil älterer Menschen führt regelmäßig gezieltes Kraft- und Balancetraining durch. Eine zentrale Frage ist, wie man Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter zu langfristigem Training führen kann. Ein relativ neuer Ansatz ist das „Lifestyle integrated Functional Exercise“/ (LiFE)-Programm. Es basiert auf der Idee, spezifische und evidenzbasierte Trainingsübungen in der Alltagsroutine einer Person zu verankern, anstatt diese im Rahmen eines separaten Bewegungsprogramms durchzuführen. In LiFE werden Alltagstätigkeiten so modifiziert, dass sie einen relevanten Trainingseffekt haben. Die persönliche Alltagsroutine gibt vor, wann und wo trainiert wird. Im Vortrag wird das theoretische Konzept des LiFE-Programms vorgestellt. Zudem werden praktische Übungsvorschläge vermittelt.

    11.30 Uhr - Raum 014
    Demenz in der Schönen Literatur
    Andrea Germann 
    Minipfeil Rotvideo
    Jede Krankheit, jeder Kranke hat eine Geschichte zu erzählen, immer eine neue, eine andere Geschichte, aus der wir lernen können. Demenz wird oft mit dem Vergessen, mit Angst, gar mit demütigenden Bildern verbunden.  Eine Krankheit, die vieles in Frage stellt, die uns vieles wegnimmt, die Fähigkeit zu denken, sich zu erinnern, – was uns als Menschen ausmacht, worüber wir uns definieren. Somit bieten sowohl fiktionale Texte als auch Berichte von Angehörigen eine einzigartige Gelegenheit, diese Erkrankung zu erforschen und zwar aus der Sicht der Angehörigen als auch aus der Sicht der Erkrankten.

    12.00 Uhr - Raum 120
    Übergewicht und Adipositas im Alter – Stille Reserve für die schlechten Zeiten oder Hindernis auf dem Weg zum guten Altern?
    Prof. Dr. Jürgen M. Bauer

    Das „richtige“ Gewicht stellt in allen Lebensphasen eine große Herausforderung dar. Allerdings ist es dabei wichtig zu wissen, welcher Gewichtsbereich und welche Gewichtsentwicklung gegebenenfalls diejenigen sind, welche die beste Prognose hinsichtlich Lebenserwartung und Fitness verheißen. Im Alter kehrt sich manche Gesundheitsmaxime, die in jüngeren Jahren gilt, in ihr Gegenteil um. So erfordert eine Aussage zum individuell empfohlenen Gewicht eine differenzierte Betrachtung. Verallgemeinernd kann festgestellt werden, dass im fortgeschrittenen Alter ein höheres Gewicht mit einem längeren Überleben verbunden ist. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass ein höheres Gewicht mit einer verminderten Mobilität und einem erhöhten Risiko für das Auftreten einer Behinderung verbunden ist. So kommt dem individuellen Fitnesszustand bei der Beurteilung des Gewichtes eine besondere Bedeutung zu.

    12.00 Uhr - Raum 014
    Warten auf… Gedanken zu sinnerfüllter Gestaltung des Alter(n)s
    Christine Keller 
    Minipfeil Rotvideo
    Einblicke in das Leben von alten Menschen in institutionellen Pflegeeinrichtungen bilden den Ausgangspunkt für diese Gedanken zur sinnerfüllten Gestaltung des Alter(n)s. Warten zeigt sich hier als ein Phänomen, das im Alter scheinbar eine andere Qualität erlangt. Wie jeden Tag verweilt die 83-jährige Paula Steger mit geneigtem Kopf nach dem Essen stundenlang an ihrem Platz und wartet ihren Aussagen zufolge „auf einen günstigen Moment“. Die alte Dame ist Bewohnerin einer Altenpflegeeinrichtung. Sie erinnert an Estragon und Wladimir, die in dem Stück „Warten auf Godot“ ihre Zeit damit verbringen, nichts anderes zu tun außer zu warten, ohne zu wissen, auf wen oder was sie warten. Unter Beachtung der Verletzlichkeiten des Alters fragt der Vortrag nach den Potentialen und Variationen, Zeit bis ins hohe Lebensalter sinnhaft zu gestalten.

    12.30 Uhr - Raum 120
    Auf das gefühlte Alter kommt es an – oder doch nicht?
    Prof. Dr. Hans-Werner Wahl

    In diesem Beitrag werden neueste Befunde zur Rolle des „subjektiven Alterns“ dargestellt. Diese zeigen, dass subjektive Bewertungen des eigenen Alterns durchaus in bedeutsamer Weise mit Endpunkten wie Gesundheit, kognitive Leistung und Wohlbefinden zusammenhängen. Andererseits sollte eine solche Sichtweise auch nicht überzogen werden, denn es gibt eine Reihe weiterer Risiko- und Schutzfaktoren für erfolgreiches Altern.

    12.30 Uhr - Raum 014
    Kalium – Mineralstoff mit großer Wirkung
    Liesa Hoppe

    Kalium hat eine wichtige Funktion für die Erregbarkeit und Kommunikation unserer Zellen sowie für den Erhalt einer normalen Herzfunktion. Abweichungen von der Normalkonzentration im Blut, z. B ein Mangel, können schwerwiegende Folgen haben. Die Ursache für einen Kaliummangel kann neben einer zu geringen Aufnahme über die Nahrung auch eine erhöhte Ausscheidung von Kalium sein, z. B. durch bestimmte Arzneimittel. Eine aktuelle Zusammenfassung von Beobachtungsstudien konnte zeigen, dass bestimmte Personengruppen ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen und Herztod aufweisen, wenn die Kaliumkonzentration im Blut von den Normalwerten abweicht. In meinem Vortrag möchte ich auf diese gefährdeten Personengruppen genauer eingehen und Ansätze zur Prävention von Kaliummangel aufzeigen.

    13.00 Uhr - Raum 120
    Bestimmung der Gleichgewichtsfähigkeit
    Michaela Weber

    Mit zunehmendem Alter kann es zu Einschränkungen beim Gleichgewicht kommen. Folglich kann das Sturzrisiko erhöht sein. Eine genaue Messung kann helfen, Einschränkungen des Gleichgewichts zu erkennen und gezielte Maßnahmen wie z.B. ein Gleichgewichtstraining einzuleiten. Im Vortrag werden verschiedene Methoden vorgestellt, wie Sie mit einfachen Mitteln selbst ihre Gleichgewichtsfähigkeit und Mobilität bestimmen und im Vergleich zu ihrer Altersgruppe einstufen können.

    13.30 Uhr - Raum 120
    Hochintensives funktionelles Training (HIFE-Programm) – Ein effektives Trainingsprogramm für Senioren
    Patrick Heldmann

    Schwedische Physiotherapeuten haben ein „Hochintensives funktionelles Training“ (HIFE-Programm) für Senioren entwickelt. Das Ziel dieses Programms ist es, die Beinkraft, Balance und Mobilität der Senioren zu verbessern.  Dabei wird funktionsspezifisch und alltagsrelevant trainiert. Das Programm wurde mittlerweile auch erfolgreich in deutschen Pflegeheimen getest. In dem Vortrag wird das HIFE-Programm den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt.

    14.00 Uhr - Raum 120
    Körperlich aktiv im Ruhestand: Welche Rolle spielt die eigene Sicht auf das Älterwerden?
    Dr. Laura Schmidt

    Welchen Stellenwert nimmt das subjektive Alternserleben bei der Planung und Umsetzung körperlicher Aktivitätsziele ein? Führt eine positive Alterssicht dazu, dass Menschen einen aktiveren Lebensstil entwickeln? Im Vortrag werden u.a. Ergebnisse einer Interventionsstudie diskutiert, die bisher wenig aktive Personen in der nachberuflichen Phase darin unterstützt, ihr Aktivitätslevel zu steigern. Dabei wurden die Feedbackmöglichkeiten kommerziell verfügbarer Aktivitäts-Tracker genutzt und auf Grundlage gesundheitspsychologischer Theorien Ressourcen gestärkt, beispielsweise über Planungshilfen und Rollenmodelle.

    14.30 Uhr - Raum 120
    Vitamin D-Mangel: Risikofaktor für häufige chronische Erkrankungen und einen frühzeitigen Tod?
    Prof. Dr. Ben Schöttker

    Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Vitamin D-Mangel kein Risikofaktor für häufige chronische Erkrankungen ist, wohl aber für einen frühzeitigen Tod. Der Autor interpretiert Vitamin D als einen Resilienzfaktor, der, wenn jemand an einer chronischen Erkrankung wie Diabetes, koronare Herzkrankheit oder Krebs erkrankt ist, vor einem tödlichen Verlauf schützt, wenn Vitamin D in ausreichendem Maße dem Körper zur Verfügung steht. Das Immunsystem spielt hier wahrscheinlich eine entscheidende Rolle. Da Vitamin D kostengünstig über Eigensynthese in der Haut bei Sonnenexposition oder Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden kann, ist dies ein interessantes Feld für die Prävention.

    14.30 Uhr - Raum 014
    Das Krankheitsbild „Delir“ aus der Perspektive von William Shakespeare
    Claudia Eckstein 
    Minipfeil Rotvideo
    Bereits vor über 400 Jahren führte William Shakespeare das Krankheitsbild „Delir“ sehr treffend aus. In seinem Werk „König Lear“ und anhand des gleichnamigen Protagonisten skizziert er einen klassischen Krankheitsverlauf. Seine bildhafte Beschreibung des Krankheitsbildes greift klinische Erscheinungsformen des Delirs auf, bspw. Verwirrtheitszustände und Wahrnehmungsstörungen. Darüber hinaus enthält sein Werk bereits erste Ansätze zur Verhinderung und Behandlung von Delirien, die heute noch höchst bedeutsam sind.

    15.00 Uhr - Raum 120
    Lebenssinn und Lebensfreude, – trotz und mit Demenz?
    Dr. Marion Bär

    „Lebenssinn und Lebensfreude“ – ist das ein Thema angesichts der Demenz, einer Krankheit, die es zunehmend schwer macht, die Welt und das eigene Sein zu begreifen? Selbstverständlich! Im Vortrag erfahren Sie, wie man die sinnorientierte Philosophie des Wiener Psychiaters Viktor Frankl nutzen kann, um Herausforderungen und Ressourcen zum Sinn selbst bei fortgeschrittener Demenz zu verstehen, und was dies für die Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz bedeutet.

    15.00 Uhr - Raum 014
    Schwierige Gespräche beginnen und führen, Konflikte meistern
    Andrea Germann 
    Minipfeil Rotvideo
    Uns fällt es nie leicht, über unangenehme Sachen zu reden. Es ist vor allem schwierig, Tabuthemen wie Vorstellungen vom Tod und Wünsche bezüglich der Pflege anzusprechen. Es ist oft schmerzlich, mit der Familie, Freunden und Bekannten zu kommunizieren, um die Konzepte, die einem selbst sehr wichtig sind darzulegen, da in vielen Fällen grundsätzlich mit einer Ablehnung zu rechnen ist. Daher verschieben wir oft wichtige Sachen, manchmal bis es zu spät ist. In meinem kurzen Vortrag werde ich darstellen, wie ein solches Gespräch vorbereitet und durchgeführt werden kann, um eine Konfliktsituation zu vermeiden und das Gespräch nicht ausufern zu lassen, sondern konstruktiv zu führen und Eskalationen zu vermeiden.

    15.30 Uhr - Raum 120
    Hundertjährige – körperlich gebrechlich, aber psychisch erstaunlich stark
    Dr. Christoph Rott

    Hundertjährige verfügen in den meisten Fällen nur über geringe körperliche Ressourcen.
    Im Gegensatz dazu ist ihre psychische Stärke beeindruckend. Im Vortrag wird anhand der
    Heidelberger Hundertjährigen-Studien erläutert, wie es diesen Höchstaltrigen gelingt, ein aus
    ihrer Sicht sehr lebenswertes Leben zu führen.

    FILMVORFÜHRUNG
    13.00 Uhr - Raum 014
    Sputnik Moment – 30 gewonnene Jahre/ Deutschland 2015, Dokumentarfilm, 60 min, FSK 0
    Die Filmaufführung findet in Anwesenheit der Autorin und Produzentin Barbara Wackernagel-Jacobs statt

    AKTIVITÄTEN      
    Der Alterssimulationsanzug
    Gang 1. OG
    Können Sie sich vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn Ihre Kräfte immer mehr nachlassen, Ihre Gelenke immer steifer werden,
    Ihr Tastempfinden schwindet, Ihre Augen immer schlechter werden und Sie immer weniger hören? Zum Glück treten diese Beeinträchtigungen in der Realität nicht zwingend und in den wenigsten Fällen alle zugleich und ganz plötzlich auf. Umso eindrücklicher ist daher die Erfahrung, die das Anlegen des Alterssimulationsanzugs ermöglicht. Stück für Stück werden einige Körperfunktionen – unter fachkundiger Anleitung und mit Hilfe der NAR-Mitarbeiterinnen und -mit-arbeiter – durch diverse Hilfsmittel eingeschränkt. Testen Sie ihre „Alltagstauglichkeit“ unter diesen Bedingungen, erleben Sie, wie schwer Ihnen „Kleinigkeiten“ fallen, die Sie sonst mühelos und selbstverständlich bewältigen, und staunen Sie, was Sie vielleicht doch noch können. Wir laden Sie ein zu einer Erfahrung, die Ihnen ungewohnte Einblicke in die Situation unserer älteren Mitmenschen ermöglicht, und die vielleicht dabei helfen kann, sich in deren Situationen besser hineinzuversetzen.

    Ganganalyse und motorischer Test
    Bewegungslabor 2. OG
    Die körperliche Leistungsfähigkeit spielt im Alter eine herausragende Rolle für die Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Funktionelle Leistungen wie das Gehen oder das Aufstehen von einem Stuhl sind Schlüsselqualifikationen für die Verrichtung von Aktivitäten des täglichen Lebens, wie z.B. Einkaufen, Hausarbeit oder der Gang zur Toilette. Ist die körperliche Leistung eingeschränkt, droht der Verlust der  Selbständigkeit, und die Lebensqualität sinkt. Zudem ist das Sturzrisiko erhöht.
    Alltagsrelevante körperliche Leistungen können bei älteren Menschen über spezielle motorische Testverfahren gemessen werden.
    A. Gleichgewichtstest, B. Funktionelle Beinkraft: Eine Analyse der Aufstehbewegung von einem Stuhl gibt Auskunft über die Beinkraft., C. Computergestützte Ganganalyse: Über dieses Verfahren können eine Reihe von Gangparametern wie z.B. Schrittlänge oder Geschwindigkeit mit hoher Genauigkeit gemessen werden. Die Analyse gibt Auskunft über die Gangqualität und Gangsicherheit.

    Gedächtnistests
    Bibliothek 1. OG
    Wo habe ich nur den Autoschlüssel hingelegt? Wie hieß der Bekannte nochmal, den ich vorgestern im Supermarkt getroffen habe? Was wollte ich denn jetzt aus dem Keller holen? Viele Menschen klagen insbesondere mit zunehmendem Alter über Gedächtnisprobleme. In den meisten Fällen ist dies ganz normal oder kann durch Belastungssituationen im Alltag bedingt sein. Wer sich dennoch Sorgen macht, kann zur Abklärung eine Gedächtnisambulanz aufsuchen. Hier werden neben einer umfassenden ärztlichen Untersuchung auch neuropsychologische Testungen durchgeführt, welche die subjektiv wahrgenommenen Gedächtnisprobleme objektivieren können. Wir möchten Ihnen Beispiele gängiger Testverfahren vorstellen, die sich mit verschiedenen Komponenten des Gedächtnisses befassen (z.B. Wortflüssigkeit, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit). Um einen besseren Einblick in Ablauf und Inhalt dieser Art von Untersuchungen zu bekommen, können Sie ausgewählte Aufgaben selbst bearbeiten. Gemeinsam probieren wir aus, wie viele Elemente einer Kurzgeschichte Sie sich merken können, wie schnell Sie verschiedene Informationen verarbeiten oder wie viele Gegenstände einer bestimmten Kategorie Sie in einer vorgegebenen Zeitspanne nennen können. Außerdem möchten wir Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ihr Gedächtnis trainieren können. Gerne geben wir Ihnen Auskunft über den Nutzen einzelner Trainings für alltägliche Aufgaben.

    Senior-Fitness-Test
    Raum 045, Institut für Gerontologie
    Der Senior-Fitness-Test ist das Standardinstrument zur Ermittlung der körperlichen Funktionstüchtigkeit im Alter. Mit sechs Aufgaben wird die Leistungsfähigkeit in den Bereichen Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination ermittelt. Seit kurzem liegen genaue Richtwerte dazu vor, welche Leistungen notwendig sind, um möglichst lange selbstständig zu bleiben. Diese Richtwerte sind für die Planung von Interventionen äußerst hilfreich.

    ERZÄHLCAFÉ
    Raum 043, Institut für Gerontologie        

    10 JAHRE NAR
    2007
    NAR offiziell eröffnet: 19.07.2007, NAR-Eröffnungskongress, NAR-Colloquium „Subjective Mortality Expectations and Their Influence on Economic Decision-making“ (Michael D. Hurd), Die Nacht der Wissenschaft, NAR-Seminar „Demenz“
    2008 Start des von der Klaus-Tschira-Stiftung geförderten NAR-Kollegs (6 Promovierende), NAR-Kongress „Training bei Demenz“, NAR-Colloquium “Telomerase and the Causes of Aging” (Elizabeth Helen Blackburn), NAR-Colloquium “Genes from the Fountain of Youth“ (Cynthia Kenyon), NAR-Seminare: „Gesundes Altern“, „Makula­degeneration“, „Herz“, „Mysterium Gehirn“, „Schlaganfall“
    2009 NAR-Seminare: „Demenz“, „Metabolisches Syndrom“, „Kunst und Aktivität bis ins hohe Alter“, „Partnerschaft und Sexualität“, „Schmerz“
    2010 Start des von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Graduiertenkollegs „Demenz“ (12 Promovierende), Eröffnungskongress des Graduiertenkollegs, NAR-Seminare: „Lebensziel 100 Jahre?“, „Schlaf und Traum“, „Gedächtnis“, „Depression“
    2011 NAR-Kongress “Multidisciplinary Approaches to the Study of Aging”, Symposium “Molecular and Biomedical Bases of Aging Processes: Determinants, Mechanism and Implication for Prevention, Early Diagnosis and Therapy of Age-related Diseases”, NAR-Lecture “Aging and Global Health” (Anders Brandström), NAR-Lecture “Current Research and Future Challenges – Climate Change and Global Health”, Tag der Offenen Tür, MS Wissenschaft „Wege zu einem vertieften, umfassenden Verständnis von Demenz – das interdisziplinäre Graduiertenkolleg Demenz‘“, Fotoausstellung „Vom Schatten ins Licht”, Malwettbewerb „Wenn ich einmal 100 bin“, NAR-Seminare: „Altersbilder“, „Hören, Sehen, Schmecken im Alter“, „Bildung im Alter“, „Demenz trifft auf Multimorbidität“
    2012 Workshop „Virtuelle Demenztour“, NAR-Seminare: „Musik im Alter“, „Wohnen im Alter“, Soziales Engagement im Alter“
    2013 NAR-Kongress „Im Fokus: Menschen mit Demenz. Wenn Praxis und Forschung verbunden werden“, NAR-Lecture “Emerging Technologies for Aging and Disability“ (Richard Schulz), NAR-Lecture „Theoretische Grundlagen eines mentalisierungs­basierten Narrativtherapie-Konzepts bei Alzheimer-Krankheit“ (Gáspár Nemes), Tag der Offenen Tür, MS Wissenschaft: „Was Sie schon immer über das Alter(n) wissen wollten“, NAR-Seminare: „Technik im Alter“, „Osteoporose, Schwindel und Sturz“, „Ernährung und Bewegung“
    2014 NAR-Symposium „Alterssimulation in Wissenschaft und Praxis“, Theo-und-Friedl-Schöller-Preis sowie Margret-und-Paul-Baltes-Preis für Eva-Marie Kessler, NAR-Seminare: „Gebrechlichkeit im Alter“, „Klima und Alter“, „Alter messen?!“
    2015 Dialogsymposium „Psychotherapie im Pflegeheim“, Fotoausstellung und Mittagsseminare „Stille Heldinnen – Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/AIDS“, Klaus- Georg und Sigrid-Hengstberger-Preis für Markus Wettstein, Theo-und-Friedl-Schöller-Preis für Altersmedizin für Florian Bödecker, NAR-Seminare: „Schlaganfall – Parkinson – Demenz – Gemeinsame Risikofaktoren, gemeinsam bekämpfen?“, „Menschen mit Demenz im Krankenhaus“, „Parkinson und Multiple Sklerose – Diagnose, Therapie und Neurorehabilitation“
    2016 Einrichtung der Nachwuchsforschergruppen „Einfluss körperlich-sportlicher Aktivität auf motorische und kognitive Leistungen im Alter“ (Michael Schwenk) und „Arzneimittelsicherheit bei älteren Menschen. Oxidativer Stress und Altern“ (Ben Schöttker). Start des von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Graduiertenkollegs „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ (13 Promovierende), Eröffnungskongress des Graduiertenkollegs, Hengstberger-Symposium “Opportunities and Challenges in Cognitive Aging: New Interdisciplinary Perspectives”, NAR-Seminare: „Therapie im Alter“, „Wohin im Alter?“, Einrichtung des Lesekreises „Bilder von Demenz in der Schönen Literatur“
    2017 Start des von der Klaus-Tschira-Stiftung geförderten NAR-Kollegs (6 Promovierende), NAR-Seminar: „Prävention im Alter”, NAR-Lecture “Alzheimer’s Disease: A Quantitative Approach to Describing Its Natural History” (Colin L. Masters), Jubiläumskongress „10 Jahre Netzwerk Alternsforschung“

    BÜCHERTISCH
    der Bücherstube an der Tiefburg, Gang, 1. OG
    Unser Buchtipp: Die neue Psychologie des Alterns von Hans-Werner Wahl, Kösel 2017


Kontakt
Netzwerk AlternsfoRschung

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Partner
Bergheimer Straße 20
69115 Heidelberg

Tel. +49 (0)6221 54 8101
Fax +49 (0)6221 54 8100  
kontakt@nar.uni-heidelberg.de
www.nar.uni-heidelberg.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stille Heldinnen - Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/AIDS

 

Helpage

Auch in Afrika wächst die Zahl alter Menschen. Weil ihre Kinder an Aids sterben, sorgen vor allem die Großmütter für die Enkelkinder. Die Hälfte der heute 12 Millionen Aids-Waisen in Afrika wächst bei ihnen auf. Die Fotoausstellung mit den Porträts von Christoph Gödan drückt vor allem eines aus: Die Würde und den Mut dieser Frauen im Kampf für die Zukunft ihrer Enkelkinder. Die Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln ist auch Thema des Rahmenprogramms zur Fotoausstellung. Der Blick richtet sich auf verschiedene Länder, aber auch auf Formen des Miteinanders zwischen Alt und Jung hier vor Ort. Hierzu laden wir Sie herzlich ein, HelpAge und das Netzwerk AlternsfoRschung (NAR).

Die Fotoausstellung »Stille Heldinnen« kann von Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr im Netzwerk AlternsfoRschung besucht werden. Der Eintritt ist frei.

 
 

 

 

7. – 24. Oktober 2015

Veranstalter: HelpAge Deutschland, Netzwerk AlternsfoRschung und Stadt Heidelberg

Programm

Flyer:  Pdf

 

 

Eröffnung

Mittwoch, 7. Okt. 2015, 17:00 Uhr

Netzwerk AlternsfoRschung, Bergheimer Straße 20, Heidelberg

 

Ablauf/Programm

Begrüßung durch den Gastgeber - Prof Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther, Direktor des NAR

Grußwort Stadt Heidelberg - Stadtrat Dr. Gradel

 

Vortrag: "Großmütter – Ein kultureller Vergleich" - Alexander Pashos, Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle

Was sind Großmütter - ein soziales Konstrukt oder das Ergebnis der Evolution des modernen Menschen? Aus evolutionärer Sicht gibt es Großeltern, weil sie als wichtige familiäre Helfer zur Nachkommenaufzucht gebraucht wurden. Laut Großmütter-Hypothese waren diese Helfer vor allem die postreproduktiven Frauen.  Großelternfürsorge ist in der Tat unterschiedlich - meist kümmert sich die Großmutter mütterlicherseits am meisten um die Enkel. Dennoch gibt es auch kulturelle Unterschiede, wie ich an einigen Beispielen (aus Griechenland, Indonesien, Kirgisien und Baschkirien) kurz darstellen möchte.  

 

Vortrag "Grenzenlose Hilfe" - Angelika Schürmann, HelpAge Deutschland

 

Musik: Sunucraft Rhythm Band

 

Mittagsseminare

Montag bis Freitag findet je um 12:30 Uhr ein 30-minütiges »Mittagsseminar« in Raum 120 im Netzwerk AlternsfoRschung in der Bergheimer Straße in Heidelberg statt.Vortragende aus Wissenschaft und Praxis sprechen über die Themen »Großeltern international« und »Generationen-Projekte«.

 

​​​Sw Ensink

Do, 08.10.2015, 12.30 Uhr

»…und manchmal sind sie doch laut« Frauenprojekte in Burkina Faso

Dr. phil Gabriele Ensink, Diplom-Pflegepädagogin, Universität Heidelberg

Der Vortrag berichtet über eine Frauengruppe in Burkina Faso, die analphabetischen Frauen Lesen und Schreiben lehrt und die Schulung gleichzeitig zu Informationen zur Gesundheitsvorsorge nutzt. Themen sind dabei auch Informationen zur Empfängnisverhütung, AIDS-Prophylaxe und die Bekämpfung von Mädchenbeschneidung. Der Vortrag beschreibt praktische Erfahrung mit den Auswirkungen von Frauenbildung.

Dr. Gabriele Ensink ist Pflegewissenschaftlerin am Institut für Gerontologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. In ihrer Freizeit ist die ehemalige Krankenschwester ehrenamtlich in der Entwicklungshilfe in Garango, Burkina Faso engagiert. Dort hat Sie auch die Frauen der Gruppe Paag la yiri und deren wirkungsvolle Arbeit kennen gelernt.

 

 

​​​​​Sw Neuhann

Fr, 09.10.2015, 12.30 Uhr

Wie HIV und AIDS das Leben verändern – Eindrücke aus Malawi

Florian Neuhann, MD, PhD, DTMH (Liv), Public Health, Universität Heidelberg

HIV und AIDS  sind aus den Schlagzeilen der Welt seit Jahren verdrängt von anderen Krisen, Kriegen und Krankheiten. Dennoch ist die große Epidemie in den Ländern mit der höchsten Krankheitslast weiter täglich präsent. Medizinisch und im Bereich Public Health sind beachtliche Erfolge zu verzeichnen, aber die Epidemie hinterlässt weiter tiefe Spuren in den betroffenen Gesellschaften. Am  Beispiel Malawi werden einige Aspekte des Umgangs mit und der Integration von HIV und AIDS als Teil der gesellschaftlichen Realität dargestellt.

Florian Neuhann ist Mediziner und war in der Klinischen Medizin in Deutschland, Tansania und Malawi tätig. Seit 2005 ist er am Institut für Public Health der Universität Heidelberg, wo er insbesondere zum Thema HIV/Aids forscht und lehrt.

 

​​​Grimm Carmen

Mo, 12.10.2015, 12.30 Uhr

»So wie es unsere Großeltern gemacht haben« – Wissenstransfer zwischen Alt und Jung in Peru

Carmen Grimm, M.A., Universität Heidelberg

Im Kontext von Klimawandel, Diskursen zu Biodiversität und globalen Ernährungskrisen wird traditionelles Wissen immer bedeutender. Solches Wissen liegt häufig in den Händen älterer Personen. Anhand eines Beispiels aus der Andenregion in Peru zeigt der Vortrag, wie landwirtschaftliche und medizinische Kenntnisse an jüngere Generationen weitergegeben werden.

Carmen Grimm studierte Ethnologie, Psychologie und Anglistik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Universität Oslo. Sie promoviert derzeit am Netzwerk Alternsforschung und am Institut für Ethnologie Heidelberg zu Konzepten über das Alter(n) in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland und Peru.

 

 

- Vortrag entfällt krankheitsbedingt! -

​​​Sw Mandoki

Di, 13.10.2015, 12.30 Uhr

Aktives Altern im städtischen Nepal

Roberta Mandoki, M.A., Universität Heidelberg

Das Kathmandu-Tal hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der sich am schnellsten entwickelnden Urbanisierungsräume Asiens entwickelt, und gleichzeitig migrieren viele junge Nepalesen auf Grund von Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten ins Ausland. Vor diesem Hintergrund verändern sich Vorstellungen vom Altern, und durch transkulturelle Strömungen werden Ideen von Aktivem Altern oder von Potenzialen des Alters ausgetauscht. Dieser Vortrag beleuchtet, wie ältere Mittelklasse-Senioren in Kathmandu mit den urbanen Veränderungen umgehen, und wie sie Vorstellungen vom Aktiven Altern für sich selbst und ihr Umfeld ausdeuten.

Roberta Mandoki studierte Ethnologie, Politik Südasiens und Moderne Südasiatische Sprachen und Literatur an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Delhi Universität. Sie promoviert derzeit als Stipendiatin am Exzellenzcluster ›Asien und Europa im globalen Kontext‹ an der Universität Heidelberg zu Alter(n) im urbanen Nepal.

 

 

​​​​​Sw Schweppe

Mi, 14.10.2015, 12.30 Uhr

»Moving elderly care abroad« – Alteneinrichtungen für deutschsprachige Ältere in Thailand und ihre globalen Verflechtungszusammenhänge

Prof. Dr. Cornelia Schweppe, Universität Mainz

Der Vortrag beschäftigt sich mit Alteneinrichtungen in Thailand, die in den letzten 5-10 Jahren speziell für deutschsprachige ältere Menschen etabliert werden. Die globalen Verflechtungszusammenhänge und Legitimationsstrategien dieser Einrichtungen werden dargelegt und die Chancen und Risiken der hier entwickelten Betreuungs- und Pflegeverhältnisse diskutiert.

Prof. Dr. Cornelia Schweppe ist Professorin am Institut für Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Transnationale Soziale Unterstützung und Alter(n)s – und Altenhilfeforschung. Sie ist Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs „Transnationale Soziale Unterstützung“.  

 

 

​​​​​Sw Mayer

Do, 15.10.2015, 12.30 Uhr

Altern in der Stadt – Überlegungen am Beispiel der Megastadt Delhi

Annika Mayer, M.A., Universität Heidelberg

Das 21. Jahrhundert wird oft als das ‘Jahrhundert der Stadt’ bezeichnet. Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in städtischen Agglomerationen. Langlebigkeit und Urbanisierung sind zwei Phänomene unserer Zeit – und bisher zu wenig beachtet worden. Der Vortrag wird anhand von ethnographischem Material aus der indischen Metropole Delhi zeigen, was urbane und soziale Veränderungen für Mittelklassesenioren bedeuten und wie ältere Menschen und deren Familien mit diesem Wandel umgehen.

Annika Mayer studierte Ethnologie, Politikwissenschaft und Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Université Paris Descartes. Sie promoviert derzeit als Stipendiatin am Exzellenzcluster ›Asien und Europa im globalen Kontext‹ an der Universität Heidelberg zu Alter(n) im urbanen Indien.

 

 

Froehlich Katrin

​Fr, 16.10.2015, 12:30 Uhr

Von der Spende zur Rente - transnationale soziale Sicherung

Dr. phil. Katrin Fröhlich

Grundsicherungsprojekte finden in Entwicklungsländern wachsende Bedeutung. Sozialrenten können hierbei ein existenzsicherndes Einkommen älterer Menschen gewährleisten. Am Beispiel eines Rentenprojektes in Afrika wird aufgezeigt, wie solche eigentlich steuerfinanzierten Grundsicherungsmaßnahmen von zivilgesellschaftlichen Akteuren bereit gestellt werden und wie die Organisation die ausgezahlten Gelder gegenüber ihren Spendern in Europa rechtfertigen.

 

 

 

​​​Sw Kehder

Mo, 19.10.2015, 12.30 Uhr

Die Leihomas aus Heidelberg

Antje Kehder, Aktivierende Seniorenarbeit, Stadt Heidelberg

Viele ältere Menschen leben heute weit entfernt von ihrer Familie, den Kindern und Enkelkindern. Junge Familien wohnen häufig weit weg von Eltern und Großeltern. Hier möchte „PatenOma in Heidelberg“ vermitteln. Ältere Menschen finden dadurch die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig viel Freude zu erleben. PatenOma in Heidelberg ist ein Angebot für Familien, die Lebenserfahrung schätzen und den Kontakt zwischen älteren Menschen und ihren Kindern für wichtig halten. Dabei können dauerhafte Freundschaften zwischen den Familien und den PatenOmas entstehen.

PatenOma ist eine Initiative des Amtes für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg.

 

 

​​​​​Sw Rott

Di, 20.10.2015, 12.30 Uhr

Wenn die eigenen Kinder selbst schon alt sind – intergenerationelle Beziehungen von Hundertjährigen

Dr. phil. Christoph Rott, Diplom-Psychologe, Universität Heidelberg

Hundertjährige sind häufig gebrechlich und benötigen in vielen Fällen Hilfe und Unterstützung. Die Familie ist dabei eine wesentliche Ressource. Da die eigenen Kinder meist selbst schon alt sind, nehmen die Enkel in den intergenerationellen Beziehungen eine wichtige Stellung im Geben und Nehmen ein.

Christoph Rott ist Psychologe und Mitarbeiter am Institut für Gerontologie an der Universität Heidelberg. Er leitete unter anderem die Erste Heidelberger Hundertjährigen Studie.

 

 

 

​​​​​Germann Andrea

Mi, 21.10.2015, 12.30 Uhr

Die Tage mit einer neuen Oma – Das Thema Demenz in Kinderbüchern

Andrea Germann, Psycholinguistin, M.A.

Kleinkinder reagieren sehr empfindlich auf jegliche Veränderungen in der gewohnten Umgebung. Was passiert wenn nun die geliebte Oma plötzlich anders ist,  Sachen macht, sagt, die die Kinder nur wundern?.... Die Herausforderung Namens Alzheimer/Demenz betrifft nicht nur die ältere und mittlere Generation,  es trifft auch die Kleinsten. Kinderbücher zum Thema Alzheimer/Demenz geben allen eine Möglichkeit des Ansprechens und Aussprechens.

Andrea Germann ist Psycholinguistin und Mediatorin. Sie promoviert derzeit im NAR-Kolleg des Netzwerk Alternsforschung.

 

 

​​​Sw Schueller

Do, 22.10.2015, 12.30 Uhr

Altersübergreifendes Lernen ist Lernen miteinander und voneinander

Karl Reichert-Schüller, Gründer und Vorsitzender des Arbeitskreises Schriesheimer Senioren
(ASS)

Der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (ASS) versteht sich als Ehrenamtsbörse für Senioren. Die Freiwilligen bieten ihre Berufs- und Lebenserfahrung, ihr Wissen und Können und ihre Zeit an. Die Nachfragen kommen von Eltern, Kindergärten, Schulen, Alten- und Pflegeheimen und sozialen Einrichtungen. Ein Schwerpunkt der Aufgaben ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, z. B. Leihoma und -opa, Betreuung von Kleinkindern in der Gruppe, Nachhilfe, Lernunterstützung, Hausaufgabenbetreuung, Lern- und Lebensbegleitung. Auf diese Weise kommen Jung und Alt zusammen und haben Freude am Lernen miteinander und voneinander.

Karl Reichert-Schüller ist Gründer und Vorsitzender des Arbeitskreises Schriesheimer Senioren (ASS).

 

 

​​​​​Sw Schuermann

Fr, 23.10.2015, 12.30 Uhr

»Charmützen« – Eine Initiative zur Nutzung von Häkelkenntnissen füreinen guten Zweck

Angelika Schürmann, HelpAge Deutschland

„Charmütze“ ist eine Initiative aus Gütersloh. Der Erlös aus dem Verkauf der von Freiwilligen gehäkelten Mützen geht in die Projekte des Vereins HelpAge Deutschland, die in Südafrika und in Tansania Großeltern unterstützen. Das Projekt „Charmütze“ zeigt die kontinent- und generationenübergreifende Verbindung von den Großmüttern, die in der „Stille Heldinnen“-Ausstellung porträtiert werden, nach Deutschland.

Angelika Schürmann ist Mitarbeitende des Vereins HelpAge Deutschland.

 

 

Programm

Flyer:  Pdf

 

 

 

 

 

 

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Sa, 06. Juli 2013, 11.00 - 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür

Programm

Wie fühlt man sich mit 80? Wie ist das, wenn jede Bewegung schwerer fällt, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, das Gehör nicht mehr so gut ist und das Augenlicht nachlässt? Mit einer kurzweiligen Vortrags- und Filmreihe zeigen Wissenschaftler aktuelle Schnappschüsse aus ihren Labors:

  • Wie erforscht man das Altern?
  • Wie wird man 100 Jahre alt?
  • Gedächtnistests, Ganganalysen und Trainingsverfahren laden zum Mitmachen ein.
  • Wann ist mein schlechtes Gedächtnis wirklich Alzheimer, und wie kann ich vorbeugen?
  • Ehrenamt mit 85? Wie kann ich mich engagieren?

Unternehmen Sie mit unserem Alterssimulationsanzug eine kleine Zeitreise, schauen Sie sich Kurzfilme aus der Region zum Thema Alter und Altern an oder treffen Sie sich mit anderen Interessierten in unserem Erzählcafé.

Programmheft Pdf

 

Vorträge (1. OG Raum 120):

11.00-11.30 Uhr

Dr. Andreas Lauenroth: Alterssimulation trifft Ganganalyse

In dem Vortrag werden die Ergebnisse der von Januar bis April 2013 am NAR durchgeführten Studie „Alterssimulation trifft Ganganalyse“ vorgestellt. Darin wurde das Gangverhalten von gesunden Probanden mit und ohne Alterssimulationsanzug in verschiedenen Situationen untersucht. Mit Hilfe dieser Ergebnisse ist es erstmals möglich, dem Träger des Anzuges ein objektives „physisches Alter“ in Bezug auf den Gang zu nennen (z.B. +30 Jahre).

 

11.30-12.00 Uhr:

Andrea Germann, M.A.: Betrachtung von Demenzen literarisch? Ein Exkurs in die Thematik

Demenzielle Züge einer Figur begleiten uns literarisch bereits seit den Anfängen unserer Schriftlichkeit.  Über die Jahrhunderte hinweg haben sie ihren festen Platz in der Fiktion gefunden, der Topos des altersbedingten Vergessens fasziniert Schriftsteller immer wieder, bis hin zu einem Boom in der Gegenwart. So werden in der Fiktion nicht nur autobiographische Erlebnisse beschrieben, sondern  auch diverse Szenarien ausprobiert.
 
 
12.00-12.30 Uhr:

Dipl.-Geront. Stefan Wesselmann, M.A.: Alter und Demenz im 18. Jahrhundert - Der Arzt Johann August Unzer

Das 18. Jahrhundert: Der „Alte Fritz“ macht Preußen zur Großmacht, die Industrialisierung beginnt und Immanuel Kant ermahnt zum Gebrauch des eigenen Verstands. Wie lebten Ältere damals? Wie wurde gebrechlichen Menschen geholfen? Gab es Demenzkranke? Stefan Wesselmann stellt die Krankheitskonzepte und Therapien Johann August Unzers vor, eines der bedeutendsten Ärzte dieser Zeit. Da die Medizin noch in den Anfängen steckte, wurden Ältere wenig feinfühlig behandelt. Dennoch gab es Hundertjährige.
 

Dipl.-Psych. Katrin Jekel  & Dipl.-Psych. Laura I. Schmidt: Potenziale und Grenzen der Alterssimulation 

Alterssimulationsanzüge sollen typische altersbedingte Einschränkungen wie Gelenkversteifung, Kraftverlust oder sensorische Einbußen für Jüngere erlebbar machen. Bisher existieren jedoch keine Studien, welche die Möglichkeiten und Grenzen solcher Simulationen wissenschaftlich evaluieren.
In unserer Pilotstudie erhielten 90 Probanden eine theoretische Einführung zum Konzept der Alterssimulation. Anschließend wurde den Teilnehmern ein modularisierter Alterssimulationsanzug angelegt, und nach einer kurzen Gewöhnungsphase sollten sie verschiedene Alltagsaufgaben bewältigen. Hierzu zählte beispielsweise Treppensteigen, das Einräumen einer Geschirrspülmaschine, das Abzählen eines Geldbetrages aus dem Portmonee oder das Einfädeln eines Fadens in ein Nadelöhr.
Mit einem standardisierten Prä- und Posttest wurden Einstellungen gegenüber älteren Menschen, das Erleben der Einschränkungen, das subjektiv erlebte Alter und soziodemografische Informationen erfasst. Im Vortrag werden Ergebnisse der Pilotstudie berichtet und im Hinblick auf unterschiedliche Anwendungsfelder diskutiert.

 

15.00-15.30 Uhr

Alina Vandenbergh: Die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels auf eine alternde Gesellschaft

Der Klimawandel verändert unsere Lebensbedingungen auf vielfältige Weise. Auch der Gesundheitssektor ist von diesen Auswirkungen betroffen. Im Vortrag werden zunächst Grundlagen zum Klimawandel vermittelt: Wie macht sich der  Klimawandel global bisher bemerkbar? Welche Veränderungen sind für Baden-Württemberg zukünftig zu erwarten? Welche günstigen und ungünstigen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit gibt es? Daraufhin wird aufgezeigt, wie sich heiße Tage und Hitzewellen auf die Krankheitslast und Sterblichkeit in der Bevölkerung auswirken, wer besonders negativ betroffen ist, und was individuelle Maßnahmen zum Gesundheitsschutz sind. Abschließend wird gemeinsam mit den Zuhörern diskutiert, wie Politik und Gesellschaft zum Gesundheitsschutz in Hitzeperioden beitragen können.

 

15.30-16.00 Uhr

Dr. Christoph Rott: Lange leben – lange aktiv bleiben: Ergebnisse der „Heidelberger Hundertjährigen“ Studien

Hundertjährige sind die Prototypen einer Gesellschaft des langen Lebens. Im Jahr 2010 lebten in Deutschland 13.198 Personen dieses Alters, 405% mehr als 20 Jahre davor. Das sehr hohe Alter wird zunehmend zum Normalfall werden. In den Jahren 2000/2001 wurde am DZFA die erste Heidelberger Hundertjährigen-Studie durchgeführt, in den Jahren 2011/2012 am Institut für Gerontologie die zweite. In den elf Jahren, die zwischen den Studien liegen, ist in der erweiterten Metropolregion die Zahl der validierten Hundertjährigen um 140% gestiegen.
Im Vortrag werden Ergebnisse aus beiden Studien vorgestellt und verglichen. Sie machen deutlich, dass sich Hundertjährige sowohl durch die Verletzlichkeit des Körpers als auch durch enorme psychologische Stärken auszeichnen. Dabei gelingt es den meisten Hundertjährigen aus ihrem Leben das Beste zu machen und trotz Einschränkungen ein lebenswertes Leben zu führen. Mit den Zuhörern wird diskutiert, was wir daraus für ein langes und aktives Leben lernen können.

 

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Aktivitäten

 

1. Alterssimulationsanzug (EG Raum 045)

Anzug2 KKönnen Sie sich vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn Ihre Kräfte immer mehr nachlassen, Ihre Gelenke immer steifer werden, Ihr Tastempfinden schwindet, Ihre Augen immer schlechter werden und Sie immer weniger hören? Zum Glück treten diese Beeinträchtigungen in der Realität nicht zwingend und in den wenigsten Fällen alle zugleich und ganz plötzlich auf. Umso eindrücklicher ist daher die Erfahrung, die das Anlegen des Alterssimulationsanzugs ermöglicht. Stück für Stück werden einige Körperfunktionen – unter fachkundiger Anleitung und mit Hilfe der NAR-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter – durch diverse Hilfsmittel eingeschränkt.

Anzug3 KTesten Sie ihre „Alltagstauglichkeit“ unter diesen Bedingungen, erleben Sie, wie schwer Ihnen „Kleinigkeiten“ fallen, die sie sonst mühelos und selbstverständlich bewältigen, und staunen Sie, was Sie vielleicht doch noch können. Wir laden Sie ein zu einer Erfahrung, die Ihnen ungewohnte Einblicke in die Situation unserer älteren Mitmenschen ermöglicht, und die vielleicht dabei helfen kann, sich in deren Situationen besser hineinzuversetzen.

 

 

2. Bestimmung der körperlichen Leistung im Alter: computergestützte Ganganalyse und motorische Tests - Dr. Andreas Lauenroth & Nele Christin Lemke, M.A. (EG Raum 045)

Warum ist die körperliche Leistung im Alter wichtig?

Die körperliche Leistungsfähigkeit spielt im Alter eine herausragende Rolle für die Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Funktionelle Leistungen wie das Gehen oder  das Aufstehen von einem Stuhl sind Schlüsselqualifikationen für die Verrichtung von Aktivitäten des täglichen Lebens, wie z.B. Einkaufen, Hausarbeit oder den Gang zur Toilette. Ist die körperliche Leistung eingeschränkt, droht der Verlust der Selbständigkeit, und die Lebensqualität sinkt. Zudem ist das Sturzrisiko erhöht.

 Ganganalyse

Wie kann man die körperliche Leistung im Alter messen?

Alltagsrelevante körperliche Leistungen können bei älteren Menschen über spezielle motorische Testverfahren gemessen werden

  • Gleichgewichtstest
  • Funktionelle Beinkraft: Eine Analyse der Aufstehbewegung von einem Stuhl gibt Auskunft über die Beinkraft.
  • Computergestützte Ganganalyse: Über dieses Verfahren können eine Reihe von Gangparametern wie z.B. Schrittlänge oder Geschwindigkeit mit hoher Genauigkeit gemessen werden. Die Analyse gibt Auskunft über die Gangqualität und Gangsicherheit.

Auf Basis der Ergebnisse können gezielte Empfehlungen für ein körperliches Training ausgesprochen werden.  

 

 

3. Senior Fitness Test - Dr. Christoph Rott (EG Raum 045)

Senior Fitness TestDer Senior Fitness Test ist das Standardinstrument zur Ermittlung der körperlichen Funktionstüchtigkeit im Alter. Mit sechs Aufgaben wird die Leistungsfähigkeit in den Bereichen Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination ermittelt. Seit kurzem liegen genaue Richtwerte dazu vor, welche Leistungen notwendig sind, um möglichst lange selbstständig zu bleiben. Diese Richtwerte sind für die Planung von Interventionen äußerst hilfreich.

 

 

 
 
 
 

 

4. MediMouse® - Antonia Diegisser, M.Sc. (EG Raum 047)

MedimouseDie MediMouse® der Schweizer Firma idiag ist ein handliches Messgerät zur computerunterstützten Darstellung und strahlungsfreien Untersuchung der Form und Beweglichkeit der Wirbelsäule. Die MediMouse® wird von Hand entlang der Wirbelsäule geführt. Dabei passt sich der Messkopf den Konturen an. Klinisch relevante Daten wie zum Beispiel die Inklination relativ zum Lot, die Kypho- und Lordosierung einzelner Wirbelsäulenabschnitte, die segmentalen Winkel und die Beckenstellung werden an den Computer übermittelt. Die Software generiert selbstständig übersichtliche grafische Darstellungen und Vergleichs-
tabellen. Auffälligkeiten werden sofort am Bildschirm sichtbar. Viele wissenschaftliche Studien bestätigen die vergleichsweise Genauigkeit mit einem Röntgenbild der Wirbelsäule. Somit ist die MediMouse® für wissenschaftliche Fragestellungen äußerst wertvoll.

 

 

 
 

5. Gedächtnistests - Dipl.-Psych Laura Schmidt & Dipl.-Psych. Katrin Jekel (1. OG Bibliothek)

Demenz UhrentestProbleme mit dem Gedächtnis – (K)ein Grund zur Sorge!?!

Wo habe ich nur den Autoschlüssel hingelegt? Wie hieß der Bekannte nochmal, den ich vorgestern im Supermarkt getroffen habe? Was wollte ich denn jetzt aus dem Keller holen?
Viele Menschen klagen insbesondere mit zunehmendem Alter über Gedächtnisprobleme. In den meisten Fällen ist dies ganz normal oder kann durch Belastungssituationen im Alltag bedingt sein. Wer sich dennoch Sorgen macht, kann zur Abklärung eine Gedächtnisambulanz aufsuchen. Hier werden neben einer umfassenden ärztlichen Untersuchung auch neuropsychologische Testungen durchgeführt, welche die subjektiv wahrgenommenen Gedächtnisprobleme objektivieren können.
Wir möchten Ihnen Beispiele gängiger Testverfahren vorstellen, die sich mit verschiedenen Komponenten des Gedächtnisses befassen (z.B. Wortflüssigkeit, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit usw.). Um einen besseren Einblick in Ablauf und Inhalt dieser Art von Untersuchungen zu bekommen, können Sie ausgewählte Aufgaben selbst bearbeiten.
Gemeinsam probieren wir aus, wie viele Elemente einer Kurzgeschichte Sie sich merken können, gelingt, verschiedene Informationen zu verarbeiten, oder wie viele Gegenstände einer bestimmten Kategorie Sie in einer vorgegebenen Zeitspanne nennen können. Außerdem möchten wir Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ihr Gedächtnis trainieren können. Gerne geben wir Ihnen Auskunft über den Nutzen einzelner Trainings für alltägliche Aufgaben.

 

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Filmvorführungen - Dr. Michael Doh (EG Raum 014)

In Kooperation mit dem Netzwerk „Regionalstrategie Demografischer Wandel“, Verband Region Rhein-Neckar.
Logo Rdw      Logo Mrn
 

 

 

 

 

11.00-11.30 Uhr

Und sonntags Essen mit Mutter Teresa - Regie: Martina Weickel & Vika Jagucanskyte, 2010, 14 Min.

Und sonntags Essen mit Mutter TeresaIn Anwesenheit der Regisseurin
Die mit mehreren Preisen prämierte Doku beschreibt das Leben von Phillip Schäfer, einem lebenslustigen Pfälzer, der nach dem Krieg in drei Jahren von Ludwigshafen bis Indien wanderte. Dort fand er seine große Liebe, blieb 40 Jahre und freundete sich mit Mutter Teresa an.

 

 

 

11.30-12.00 Uhr

Johnny the King - Regie: Gabriel Sahm & Jonathan Blume, 2011, 15 Min.

Web JohnnykingKarin betreibt seit Jahren eine Bar, in der ihr Lebenspartner Johann als - inzwischen in die Jahre gekommener - Elvis-Imitator auftritt. Ihre Beziehung ist konfliktgeladen und von Frustration gezeichnet. Vielleicht bringt Karins Geburtstag eine Wende…

 

 

 

 

12.00-12.45 Uhr

Der alte Mann und die WG - Regie: Maximilian Scholz, 2010, 28 Min.

Der alte Mann und die WGDie Komödie erzählt die Geschichte von Rentner Karl-Heinz, der nach dem Tod seiner Frau ein neues Leben beginnen will. Zusammen mit seinem alten Freund Ronnie fasst er den Entschluss, in eine Senioren-WG ziehen zu wollen. Doch nicht alles Neue ist auch gut…

 

 

 

 

12.45-13.00 Uhr

Tante Käthe tanzt - Regie: Axel Ranisch, 2012, 3 Min.

Web KaetheTante Käthe empfängt in ihrem Wohnzimmer eine Musikgruppe, während ihr Mann in Ruhe seinem Hobby der Eiermalerei frönen möchte … Unterhaltsames Musikvideo mit Zigeunermusik vom Martina Eisenreich Quartett.
 

 

 

 

 

13.00-13.30 Uhr

Arbeit für Alle - Regie: Matthias Vogel & Thomas Oberlies, 2008, 12 Min.

Arbeit für AlleModeration: Dr. Annette Franke

Herr Janssen ist ein Rentner, der in seinem hohen Alter noch arbeiten muss, um Geld für sich und seine Familie zu verdienen. Doch sein neuer Einsatz bringt nicht nur ihn ins Schwitzen … Achtung! Eine Arbeitswelt-Persiflage mit Dokumentar- und Zombie-Stilelementen. Altersempfehlung: ab 16 Jahren.
 

 

 

14.00-16.00 Uhr

Der Kuss der Tosca - Regie: Daniel Schmid, 1984, 87 Min.

Der Kuss der ToscaModeration: Prof. Dr. Konrad Beyreuther

An der Piazza Buonarotti in Mailand liegt heute noch Giuseppe Verdis „schönstes Werk“, wie er selbst sagte. Es ist die „Casa di riposa“, ein Altersheim, 1896 von ihm gegründet für Menschen, „die weniger Glück hatten als ich“. Menschen, bei denen die große Karriere nie stattgefunden hat - und andere, Erfolgreichere, deren Traumgagen längst aufgebraucht sind. Heute leben sie alle vergessen in einem kleinen Zimmer mit einem Koffer voller Erinnerungen. Doch wer einmal von der Tosca geküsst wurde, lebt weiter für die Kunst, für das Scheinwerferlicht und die Selbstdarstellung. Die Doku inspirierte Dustin Hoffman zu seinem erfolgreichen Regiedebüt ,Quartett‘.

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Sonstiges

Erzählcafé (EG Raum 043)

In unserem Café bieten wir Ihnen einen Ort für die Rast zwischendurch, die mit Kaffee/Tee oder einem Stück Kuchen noch versüßt werden kann. Hier ist ein Raum, in dem Erfahrungen ausgetauscht werden können und Sie die Möglichkeit haben, mit anderen Interessierten ins Gespräch zu kommen.

Zudem bieten wir auch eine sorgsame Betreuung für ältere Menschen an, so dass auch pflegenden Angehörigen der Besuch der Veranstaltung ermöglicht wird.

 

Kinderbetreuung - Sibylle Neureuther (Kindergarten St. Josef Sandhausen) (EG Medienraum)

Der Kindergarten St. Josef, die älteste Einrichtung im Bereich der pädagogischen Kinderbetreuung in Sandhausen, bietet Ihnen während der Zeit Ihres Aufenthaltes im Haus eine Kinderbetreuung durch qualifizierte Erzieherinnen an. Durch die kindgerechten Spiele und Beschäftigungen und die liebevolle Betreuung unserer Fachkräfte wissen Sie Ihre Kinder in guten Händen und können in Ruhe die Angebote und Veranstaltungen des Hauses wahrnehmen. 

Wir bieten folgende Aktivitäten an:

  • Altersentsprechende Tischspiele
  • Malen von Mandalas / Maltisch zum freien Malen
  • Dosenwerfen
  • Fußballflipper
  • Shuffleboard
  • Sandspieltisch für die Kleinen
  • Wurf- und Fangspiele

Das Betreuungsangebot richtet sich an Kinder ab 2 Jahren.

 

Fotoaustellung: Vom Schatten ins Licht - Fotos von Anja-Yorikke Heitkamp (1. OG)

 

Antons HaendeDas Netzwerk Alternsforschung hat seit kurzem zehn neue Büroräume in der Bergheimer Straße 20 erhalten. Anlässlich der Einweihung der neuen Räume wird eine Fotoausstellung stattfinden. Gezeigt werden Fotos der Mannheimer Fotografin Anja-Yorikke Heitkamp, die Senioren abgelichtet hat.

 

 

 

 

 

 

Büchertisch: Bücherstube an der Tiefburg (1. OG)

Logo Tiefburg
 

 

 

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Nachtrag zur Tag der offenen Tür 2011

Mittwoch, 06. April 2011

"Wenn ich einmal 100 bin…". - Mal- und Schreibwettbewerb des NAR für Kinder von 6-14 Jahren fand viel Resonanz

Genau 100 Werke wurden von der Jury aus Alternsforschern unter dem Vorsitz von Dr. Thomas Röske, Leiter der Sammlung Prinzhorn, unter die Lupe genommen. Hierbei wurde nicht nur die künstlerische Gestaltung, sondern auch die Gedanken zum Thema „wenn ich einmal 100 bin“ kritisch betrachtet. Insgesamt konnten 23 Einzelpreise und 6 Klassenpreise vergeben werden, doch die Auswahl viel nicht leicht.

Am 26. März 2011 fand die Preisverleihung beim „Tag der offenen Tür“  des Netzwerks AlternsfoRschung statt. Zahlreiche Kinder kamen mit ihren Eltern und Lehrern, um die von der Sparkasse Heidelberg gestifteteten Preise von Prof. Konrad Beyreuther entgegen zu nehmen. 

Hier die Klasse 6b des Carl- Benz-Gymnasiums Ladenburg, die den 1. Preis für Schulklassen Malen wie auch für Schreiben gewonnen haben und das Sieger-Werk:

Sieger Kl6b Carl Benz Ladenburg     Sieger Werk Malen

 Weitere Bilder folgen...

 

Tag der Offenen Tür im NAR, Samstag, 26. März 2011

Programm

Wie fühlt man sich mit 80? Wie ist das, wenn jede Bewegung schwerer fällt, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, das Gehör nicht mehr so gut ist und das Augenlicht nachlässt?  

Mit einer kurzweiligen Vortrags- und Filmreihe zeigen Wissenschaftler aktuelle Schnappschüsse aus ihren Labors: Wie erforscht man das Altern? Wie wird man 100 Jahre alt? Gedächtnistests, Ganganalysen, Trainingsverfahren laden zum Mitmachen ein. Wann ist mein schlechtes Gedächtnis wirklich Alzheimer und wie kann ich vorbeugen? Welche Beratungsmöglichkeiten gibt es?

Unternehmen Sie mit unserem Alterssimulationsanzug eine kleine Zeitreise oder treffen Sie sich mit anderen Interessierten in unserem Erzählcafé.

Programmheft Pdf


Vorträge (Raum 120)

11.00-11.30 Uhr
Elke Ahlsdorf
11.30-12.00 Uhr
Steffen Reinhold
12.00-12.30 Uhr
Johannes Schröder
12.30-13.00 Uhr
Lutz Frölich
13.00-13.30 Uhr
Marion Bär
13.30-14.00 Uhr
Michael Schwenk
14.00-14.30 Uhr
Daniela Manke
14.30-15.00 Uhr
Charlotte Berendonk
15.00-15.30 Uhr
Franziska Polanski
15.30-16.00 Uhr
Sonja Ehret
Daseinsthematische Begleitung - ein Weg zur „inneren Weisheit“ des Individuums. Erfahrungsberichte von Daseinsthematischen Begleitern
 
 
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Zusammenfassungen der Vorträge:

11.00-11.30 Uhr
Dr. Elke Ahlsdorf: Hilfe bei psychischen Probleme im Alter- die Psychologische Beratungsstelle des NAR

Psychische Probleme und Sorgen im Alter sind keine Seltenheit. Dennoch herrscht nach wie vor ein Mangel an spezialisierten Beratungsangeboten. Der Vortrag gibt zunächst einen kurzen Überblick über psychische Probleme im Alter und zeigt dann mögliche Hilfsangebote auf. Dabei werden insbesondere das Konzept der neu am Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) eingerichteten Psychologischen Beratungsstelle und die Vorgehensweise in der Beratung vorgestellt. Im Anschluss daran können Fragen gestellt, bzw. Termine vereinbart werden. An dieser Stelle sei auch auf die Möglichkeit einer kurzen „Probeberatung“ während des Tags der offenen Tür verwiesen.

 

11.30-12.00 Uhr:

Steffen Reinhold, PhD: Bildung und Gesundheit im Alter

Höhere Bildung und bessere Gesundheit gehen häufig Hand in Hand. Könnte dann die Bildungspolitik genutzt werden, um die Gesundheit der Bevölkerung insgesamt zu verbessern? In diesem Vortrag untersuche ich die langfristigen Folgen der Bildungsexpansion in Deutschland für das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit der Bevölkerung.
 
 
12.00-12.30 Uhr:

Prof. Dr. Johannes Schröder: Training bei Demenz

Obwohl Alterungsprozesse nahezu alle Lebensbereiche betreffen, bleiben kogntive Leistungen lange stabil. Trainingsprogramme sind deshalb auch im Alter wirksam; einige wichtige Ansätze werden unter Rückgriff auf allgemein verfügbare Darstellungen* vorgestellt.

* Schröder+ Pantel: Die leichte kogntive Beeinträchtigung. Klinik Diagnostik Therapie und Prävention im Vorfeld der Alzheimer Demenz Schattauer Verlag St 2011.

 
 
12.30-13.00 Uhr:

Prof. Dr. Lutz Frölich: Wann ist Vergesslichkeit nicht mehr normal? Wann spricht man von "Demenz"? Kann man das testen?

Manche Menschen empfinden Einbußen ihrer geistigen Leistungsfähigkeit, ohne dass sich das in einem neuropsychologischen Test erhärten lässt. Auf der anderen Seite nehmen manche Betroffenen mit einer Demenz ihre Leistungseinbußen gar nicht (mehr) richtig wahr und haben doch deutliche Defizite in Testleistungen. In beiden Fällen ist also eine neuropsychologische Testdiagnostik als Teil der medizinischen Diagnostik sinnvoll. Um diese Tests einmal kennen zu lernen und einmal am eigenen Leibe abzuschätzen, wie schwierig oder leicht die dort durchzuführenden Aufgaben sind, können Sie sich mit Standard-Testverfahren untersuchen und hinsichtlich der Bedeutung und der Grenzen der Ergebnisse von einer Psychologin beraten lassen. So wird noch lange kein "Alzheimer" diagnostiziert, aber dies ist ein wichtiger Baustein der diagnostischen Massnahmen bei Demenzverdacht.
 
 
13.00-13.30 Uhr

Dr. Marion Bär: Leben mit Demenz: Straße ins Nichts oder alles ganz normal?

Eine Demenzdiagnose verändert das Leben von Betroffenen und ihren Angehörigen,- sie muss es nicht notwendigerweise zerstören! Der Vortrag zeigt auf, was Menschen mit Demenz und Angehörige tun können, um Lebensqualität auch angesichts demenzieller Erkrankung zu bewahren.
 

13.30-14.00 Uhr

Michael Schwenk, M.A.: Interaktive Webseite zum körperlichen Training bei demenzieller Erkrankung

Der Mangel an Bewegung, der sowohl Ursache als auch Symptom einer Demenz sein kann, hat schwerwiegende Folgen: Die körperliche und vermutlich auch die geistige Leistungsfähigkeit werden schneller abgebaut und demenziell Erkrankte zeigen im Vergleich zu geistig fitten Älteren ein dreifach erhöhtes Sturzrisiko. Über gezieltes Training kann die körperliche und zum Teil auch die geistige Leistungsfähigkeit der Erkrankten positiv beeinflusst werden.  Die vom Bethanien-Krankenhaus Heidelberg angebotene neue Webseite www.bewegung-bei-demenz.de wendet sich an ältere Menschen mit und ohne Demenz, deren Angehörige sowie Fachpersonal und bietet umfassende Informationen zum Thema „körperliches Training“. Im Vordergrund stehen einfache und leicht verständliche Übungen zum Erhalt der Alltagsmobilität und zur Sturzprophylaxe die auch als interaktives Heimtrainingsprogramm zum sofortigen Mitmachen angeboten werden.

 
14.00-14.30 Uhr

Daniela Manke, M.A.: Migration und Gesundheit: Ältere MigrantInnen in Deutschland

Ältere Migrantinnen und Migranten sind Teil unserer "hybriden Alter(n)sgesellschaft". Als solche rücken sie zunehmend ins Interesse der Gesundheits- und Versorgungspolitik. Obwohl sie eine höchst heterogene Gruppe darstellen, sind sie in erhöhtem Maße von "gesundheitlicher Ungleichheit" betroffen. An ausgewählten Beispielen soll ein Einblick in die Thematik gegeben werden.
 

14.30-15.00 Uhr
Dipl.-Pflegewirtin Charlotte Berendonk: Kleine Freuden und deren Bedeutung für die Begleitung von Menschen mit Demenz

In der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz ist es wichtig, deren Fähigkeiten zu unterstützen und zu fördern. Das Empfinden und Ausdrücken von Emotionen ist eine dieser Fähigkeiten, die bis in weit fortgeschrittene Krankheitsstadien erhalten bleiben kann. Allerdings wissen die betroffenen Personen unter Umständen nicht mehr, wie sie sich selbst in Situationen bringen können, in denen es ihnen gut geht. Anhand von Beispielen aus dem DEMIAN-Projekt (DEmenzkranke Menschen in Individuell bedeutsamen AlltagssituationeN) wird in diesem Vortrag gezeigt, wie Pflege- und Betreuungspersonen gezielt Maßnahmen einsetzen können, um positive Emotionen zu fördern.

 

15.00-15.30 Uhr

Dr. Franziska Polanski: Das Alter in der Karikatur

Karikaturen können Aufschluss über Altersbilder geben, die sich „in den Hinterköpfen“ der Mitglieder einer Gemeinschaft angesammelt haben und deren Handeln beeinflussen. Möglicherweise unterscheiden sich diese erheblich von den Altersbildern, die sich im bewusst reflektierten Diskurs einer Gesellschaft finden. - Vortrag und Beteiligung des Publikums an der Be- und Auswertung von Karikaturen des Alters.

 

15.30-16.00 Uhr

Dr. Sonja Ehret: Daseinsthematische Begleitung - ein Weg zur „inneren Weisheit“ des Individuums. Erfahrungsberichte von Daseinsthematischen Begleitern

Daseinsthematische Begleitung wurde als psychosoziale Maßnahme zur Begleitung demenzkranker Menschen konzipiert und wissenschaftlich überprüft. Die Begleitung war besonders erfolgreich, wenn Freiwillige im Dritten Lebensalter sie durchführten. Bei Menschen mit Demenz konnten wir eine Steigerung des subjektiven Wohlbefindens nachweisen, bei den Freiwilligen eine Erhöhung des Sinnerlebens. Daseinsthematische Begleitung stellt die Würde des Menschen, sein Personsein durch zwischenmenschliche Begegnung und die Tugend des Respekts besonders in den Vordergrund.

 

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Aktivitäten

 

1. Alterssimulationsanzug - Diplom-Pflegewirt Matthias Hoben

Anzug2 KKönnen Sie sich vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn Ihre Kräfte immer mehr nachlassen, Ihre Gelenke immer steifer werden, Ihr Tastempfinden schwindet, Ihre Augen immer schlechter werden und Sie immer weniger hören? Zum Glück treten diese Beeinträchtigungen in der Realität nicht zwingend und in den wenigsten Fällen alle zugleich und ganz plötzlich auf. Umso eindrücklicher ist daher jedoch die Erfahrung, die das Anlegen des Alterssimulationsanzugs ermöglicht. Stück für Stück werden einige Körperfunktionen – unter fachkundiger Anleitung und mit Hilfe der NAR-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter – durch diverse Hilfsmittel eingeschränkt.

Anzug3 KTesten Sie ihre „Alltagstauglichkeit“ unter diesen Bedingungen, erleben Sie, wie schwer Ihnen „Kleinigkeiten“ fallen, die sie sonst mühelos und selbstverständlich bewältigen, und staunen Sie, was Sie vielleicht doch noch können. Wir laden Sie ein zu einer Erfahrung, die Ihnen ungewohnte Einblicke in die Situation unserer älteren Mitmenschen ermöglicht, und die vielleicht dabei helfen kann, sich in deren Situationen besser hineinzuversetzen.

 

 

 

 

2. Beratungsstelle - Dr. Elke Ahlsdorf

Rund um das Thema Alter(n) können eine Reihe von Fragen oder Problemen auftauchen. Beispielsweise:„Was kann ich tun, wenn ich Schwierigkeiten habe, das Nachlassen meiner Leistungsfähigkeit zu akzeptieren“? , „Soll ich in ein Heim gehen?“, „Wie kann ich meinem Partner helfen, der seit einiger Zeit immer niedergeschlagen ist? oder „Ich habe beruflich mit älteren Menschen zu tun und möchte mich über den Umgang mit psychischen Schwierigkeiten informieren“. Wer sich mit solchen oder ähnlichen Fragen beschäftigt, kann sich ab sofort an die im Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) neu eingerichtete Psychologische Beratungsstelle für ältere Menschen wenden. Interessierte haben im Rahmen des Tags der offenen Tür des NAR Gelegenheit, eine „Probeberatung“ wahrzunehmen. Die Termine dauern jeweils 30 Minuten; eine Terminliste wird am 26.3. ausgehängt. Ansonsten können Termine außerhalb des Tags der offenen Tür unter 06221 54 82 48 oder beratungsstelle@nar.uni-heidelberg.de vereinbart werden.
 
 

3. Gedächtnistests - Dipl.-Psych Laura Schmidt, Dipl.-Psych. Katrin Jekel, Dipl.-Psych. Katrin Claßen

Demenz UhrentestWas genau untersucht ein Gedächtnistest?

Wer hat nicht schon mal den Namen eines Bekannten vergessen, oder sich beim Gang in den Keller gefragt, was er dort holen wollte? Viele Menschen klagen insbesondere mit zunehmendem Alter über Gedächtnisschwierigkeiten. In den meisten Fällen ist dies ganz normal, wer sich dennoch Sorgen macht kann zur Abklärung eine Gedächtnisambulanz aufsuchen. Hier werden unter anderem neuropsychologische Testungen durchgeführt, die diese subjektiv empfundenen Probleme objektivieren können. Wir möchten ihnen Beispiele gängiger Testverfahren vorstellen, die sich mit verschiedenen Komponenten des Gedächtnisses befassen (z.B. Wortflüssigkeit, Merkfähigkeit, Gedächtnis, Aufmerksamkeit usw.). Um einen besseren Einblick in Ablauf und Inhalt dieser Art von Untersuchungen zu bekommen, können Sie ausgewählte Aufgaben selbst bearbeiten. Gemeinsam probieren wir beispielsweise aus, wie viele Gegenstände einer bestimmten Kategorie Sie in einer vorgegebenen Zeitspanne nennen können, wie es Ihnen gelingt verschiedene Informationen zu verarbeiten oder wie viele Zahlen Sie sich merken können. Außerdem möchten wir Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie Ihr Gedächtnis trainieren können. Gerne geben wir Ihnen Auskunft über den Nutzen einzelner Trainings für alltägliche Aufgaben.

 

4. Bestimmung der körperlichen Leistung im Alter: computergestützte Ganganalyse und motorische Tests - Michael Schwenk, M.A., Dr. Andreas Lauenroth & Nele Christin Lemke, M.A.

Logo Agaplesion BethanienWarum ist die körperliche Leistung im Alter wichtig?

Die körperliche Leistungsfähigkeit spielt im Alter eine herausragende Rolle für die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Funktionelle Leistungen wie „Gehen“ oder „Aufstehen von einem Stuhl“ sind Schlüsselqualifikationen für die Verrichtung von Aktivitäten des täglichen Lebens, wie z.B. Einkaufen, Hausarbeit oder den Gang zur Toilette. Ist die körperliche Leistung eingeschränkt droht der Verlust der Selbstständigkeit und die Lebensqualität sinkt. Zudem ist das Sturzrisiko erhöht: Hauptursachen für Stürze sind eine verminderte Beinkraft, Gleichgewichtsprobleme und eine reduzierte Gangleistung.

 Ganganalyse

Wie kann man die körperliche Leistung im Alter messen?

Alltagsrelevante körperliche Leistungen können bei älteren Menschen über spezielle motorische Testverfahren gemessen werden

  • Gleichgewichtstest: Bei diesem Test wird die Gleichgewichtsfähigkeit in unterschiedlichen Standpositionen erfasst
  • Funktionelle Beinkraft: Eine Analyse der Aufstehbewegung von einem Stuhl gibt Auskunft über die Beinkraft.
  • Computergestützte Ganganalyse: Über dieses Verfahren können eine Reihe von Gangparametern wie z.B. die Schrittlänge oder Geschwindigkeit mit hoher Genauigkeit gemessen werden. Die Analyse gibt Auskunft über die Gangqualität und Gangsicherheit. Ziel der motorischen Messungen ist es genaue und qualitativ hochwertige Ergebnisse über den aktuellen körperlichen Leistungszustand einer Person zu erhalten.

Auf Basis der Ergebnisse können gezielte Empfehlungen für ein körperliches Training ausgesprochen werden.  

Kann man auch im Alter die körperliche Leistung trainieren?

Ein Training der körperlichen Leistung ist in jedem Alter möglich und wirkungsvoll! Bei ausreichender Intensität ist selbst bei Hochbetagten (über 80-jährigen) eine Steigerung der Kraft um bis zu 150% und eine Erhöhung der Muskelmasse um 1-3 kg innerhalb von 3-6 Monaten möglich. Dabei übersteigt der Nutzen eines Trainings bei Weitem das mit dem Sport verbundene Risiko, entsprechende Begleitung und Anleitung der Teilnehmer vorausgesetzt.

Entsprechende Trainingsrichtlinien und Übungsprogramme für Zuhause für ältere Menschen, auch bei demenzieller Erkrankung, sind finden sich auf der Internetseite www.bewegung-bei-demenz.de die vom Bethanien-Krankenhaus Heidelberg angeboten wird.

Kontakt: Forschungsabteilung, Bethanien Krankenhaus Heidelberg, Email: khauer@bethanien-heidelberg.de

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5. Projekt Share

ShareDas Umfrageprojekt Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) – 50plus in Deutschland und Europa – befragt in ganz Europa Menschen ab dem Alter 50 regelmäßig über die wichtigsten Bereiche ihres Lebens, um das Altern in Europa

Logo Share

umfassend zu verstehen. Zusätzlich zu den Fragen wird im Interview auch der aktuelle Gesundheitszustand der Befragten durch Gedächtnisübungen und körperliche Messungen wie z. B. die der Lungenkraft oder auch der Greifkraft gemessen. Der Informationsstand bietet die Möglichkeit Auszüge des Interviews wie auch die Messungen selbst durchzuführen und auszuprobieren.

 

Filmvorführungen (Raum 014)

 

11.00-12.00 Uhr

Der Tag, der in der Handtasche verschwand - Moderation: Dr. Marion Bär
Regie: Marion Kainz, D 2001, 45 min.

De Tag, der in der Handtasche verschwand, Quelle: Marion Kainz, Das ErsteDoku. Frau Mauerhoff wird es unheimlich. In eindringlichem Flüsterton erzählt sie, dass etwas Unfassbares vor sich geht. Was sie nicht weiß, ist, dass sie ihr Gedächtnis verliert und neuerdings in einem Duisburger Heim lebt. Die Kamera scheint ihre Verbündete zu sein, und sie steht mit ihr in ständigem Dialog. Sie irrt durch ein Labyrinth ihr unbekannter Gänge und möchte nach Hause. Die Dinge, die ihr passieren, erscheinen ihr merkwürdig. Geschäftige Krankenschwestern behaupten, dass sie in einem der Zimmer dieses rätselhaften Hauses wohnen würde - das besagte Zimmer hat sie jedoch noch nie gesehen und so bekommt sie langsam den Verdacht einer kollektiven Verschwörung. Durch ihr Vertrauen zu der Kamera, ihre charismatische Persönlichkeit und ihre poetische Sprache kann Frau Mauerhoff die beunruhigende Welt, in der sie lebt, im Film von Marion Kainz sehr nachvollziehbar schildern.

 

12.15-13.00 Uhr

Apfelsinen in Omas Kleiderschrank - Moderation: Dipl.-Psych. Laura Schmidt

Apfelsinen in Omas Kleiderschrank, Quelle. KDARegie: Ralf Schnabel & Wilma Dirksen, D 2006, 30 min.

In der Doku wird eine 69jährige Frau (die "Oma Anna"), die sich bereits im mittleren Stadium der Demenz befindet, aus der Sicht ihres 16jährigen Enkelkindes Daniel, das zusammen mit den Eltern und der Großmutter einen Haushalt im Schwäbischen teilt, ausführlich beschrieben. Die ersten Symptome, der Verlust an Alltagskompetenz und auch die vielen Erschwernisse, die durch die Erkrankung der Großmutter auf der Familie lasten, werden angeführt. Wie z. B. die Tochter der Oma beim morgendlichen Waschen und Ankleiden hilft, dass sie ihr Spiegelbild nicht mehr erkennt und auch ihr Alter nicht mehr weiß, all diese Krankheitsaspekte werden in anschaulichen Szenen dargestellt. Zusätzlich werden auch Außenkontakte zur Nachbarschaft und der regelmäßige Besuch einer Betreuungsgruppe in kurzen Szenen mit der Kommentierung des Enkels gezeigt. Zum Ende des Filmes äußert der Junge seine Ängste bezüglich dieser Erkrankung.

 

 

13.15-14.15 Uhr

100 Jahre jung - Moderation: Dr. Christoph Rott

100jahrejung; Quelle: Hanspeter Michel, SWRRegie: Hanspeter Michel D 2010, 45 min.

Die Doku zeigt drei Hundertjährige, die ihre Lebensgeschichten erzählen, und versucht, ihrem persönlichen Geheimnis des Altwerdens auf die Spur zu kommen. Käthchen Erny etwa. Die Mannheimerin geht noch heute zweimal pro Woche ins Turnen. Wenn Käthchen Erny nicht einschlafen kann, rezitiert sie Lieder und Gedichte - davon kennt sie noch jede Menge, nur Neue lernen, das klappt nicht mehr. Wer Käthchen Erny besucht, kann etwas über Glück lernen.

 

 

 

14.20-16.00 Uhr

Giulias Verschwinden - Moderation: Prof. Dr. Konrad Beyreuther

Giulias-verschwinden KleinRegie: Christoph Schaub, CH 2009, 90 min.

Spielflim,Ausgerechnet an ihrem Fünfzigsten muss es Giulia am eigenen Leib erfahren: Alter macht unsichtbar. Aus Frust geht sie shoppen und trifft dabei einen Fremden, mit dem sie den Abend lieber verbringt als mit ihrer Geburtstagsgesellschaft. Diese wartet, frisch aufgebretzelt, wohlriechend und die Zeichen des Alterns weggeschminkt, im Restaurant auf Giulia und sinniert angeregt über zunehmende Jahrringe. Die Wahr- und Weisheiten ihrer engsten Freunde zum Thema Alter werden zusehends mit genügend Alkohol konserviert. Auch Jessica und Fatima, 14, shoppen - allerdings auf ihre Weise. Sie suchen ein Geburtstagsgeschenk und "finden" goldene Turnschuhe für den 18-jährigen Schwarm ihrer Herzen. Doch dem Ladendetektiv entgehen sie nicht. Cornelia und Max, die geschiedenen Eltern von Jessica, stehen vor den Trümmern ihres aufgeschlossenen Sorgekonzeptes, als sie ihr Kind bei der Polizeidienststelle abholen müssen. Wer ist schuld, dass die Tochter offensichtlich zu einer verlorenen Jugend gehört? Über den Verlust der Jugend schmollt derweil Leonie, die sich an ihrem achtzigsten Geburtstag gegen ihre Tochter, die Altersresidenz, die Konventionen und gegen das Altsein auflehnt und ihre eigene Geburtstagsparty genussvoll sabotiert.
 

 

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Preisverleihung Mal- und Schreibwettbewerb

Malwettbewerb K

 

Das NAR lädt zum ersten Mal alle Kinder im Alter von 6-14 Jahren ein, an einem Mal- und Schreibwettbewerb teilzunehmen.

Motto: "wenn ich einmal 100 bin...." 

Eine Jury aus erfahrenen Alternsforschern wird die Arbeiten beurteilen und die drei besten Werke jeder Kategorie (Malen und Schreiben) in der Altersklasse 6-10 Jahre und 10-14 Jahre prämieren. Die Preisverleihung findet um 13 Uhr statt. 

 

 

Folgende Preise werden vergeben:Schreib2 K

Gruppenwertung:

  1. Preis 100 €
  2. Preis 75 €
  3. Preis 50 € für die Klassenkasse

 

Einzelwertung:

  1. Preis: Sachpreis im Wert von 25 €
  2. Preis: Sachpreis im Wert von 15 €
  3. Preis: Sachpreis im Wert von 10 €. 

 

Die Werke der jungen Künstler werden am Tag der offenen Tür ausgestellt.

 

Der Wettbewerb wird gefördert durch die Sparkasse Heidelberg: Logo Sparkasse

 

Sonstiges

Erzählcafé

In unserem Café bieten wir Ihnen einen Ort für die Rast zwischendurch, die mit Kaffee/Tee oder einem Stück Kuchen noch versüßt werden kann. Hier ist ein Raum, in dem Erfahrungen ausgetauscht werden können und Sie die Möglichkeit haben, mit anderen Interessierten ins Gespräch zu kommen.

Zudem bieten wir auch eine sorgsame Betreuung für ältere Menschen an, so dass auch pflegenden Angehörigen der Besuch der Veranstaltung ermöglicht wird.

 

Kinderbetreuung - Sibylle Neureuther (Kindergarten St. Josef Sandhausen)

Der Kindergarten St. Josef, die älteste Einrichtung im Bereich der pädagogischen Kinderbetreuung in Sandhausen, bietet Ihnen während der Zeit Ihres Aufenthaltes im Haus eine Kinderbetreuung durch qualifizierte Erzieherinnen an. Durch die kindgerechten Spiele und Beschäftigungen und die liebevolle Betreuung unserer Fachkräfte wissen Sie Ihre Kinder in guten Händen und können in Ruhe die Angebote und Veranstaltungen des Hauses wahrnehmen. 

Wir bieten folgende Aktivitäten an:

  • Altersentsprechende Tischspiele
  • Malen von Mandalas/ Maltisch zum freien Malen
  • Dosenwerfen
  • Fußballflipper
  • Shuffleboard
  • Sandspieltisch für die Kleinen
  • Wurf und Fangspiele

Das Betreuungsangebot richtet sich an Kinder ab 2 Jahren.

 

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Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 05.09.2017
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